Boris Rhein hat Geld dabei

Land unterstützt den Bau des Kunstrasenplatzes beim SV Blau-Gelb Frankfurt mit 120 000 Euro

Seit zwei Wochen baut der Sportverein Blau-Gelb seinen alten Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz um. Das Land unterstützt den Bau mit 120 000 Euro. Sportminister Boris Rhein (CDU) übergab gestern den Förderungsbescheid.

Ginnheim. Übergabe des Zuwendungsbescheids auf der Baustelle des Kunstrasenfeldes. Mit dabei (von li.): Hermann Schladt, Hans Werner Wittmann, Thomas Kimmig (Sportverein Blau-Gelb), Sportminister Boris Rhein, Bernd Schnabel (Landschaftsarchitekt) und Tan Truong (Jugendleiter Blau-Gelb). Foto: Christes 

Noch ist das Feld unbespielbar, Bagger und Walzen bearbeiten die braune Erde. Nur ein Maschendrahtzaun verleiht dem Platz eine Kontur, ansonsten ist sein Rand umgeben von einem Graben von einem halben Meter Tiefe, aus dem Kabel und Rohre ragen. Doch schon im Herbst soll dort Fußball gespielt werden – und zwar das ganze Jahr über.

Bei der Baustelle handelt sich um den ehemaligen Tennenplatz des Sportvereins Blau-Gelb am Ginnheimer Wäldchen. Seit zwei Wochen wird die Anlage aus dem Jahr 1988 in ein Kunstrasenfeld verwandelt. “Zauberteppich” nennt der Verein sein Projekt. Mitte Oktober sollen die Arbeiten beendet sein. Die Finanzierung ist zum Großteil gesichert. An den Kosten von 554 540 Euro beteiligt sich das Land Hessen mit 120 000 Euro. Der hessische Innen- und Sportminister Boris Rhein (CDU) hat gestern dem Vereinsvorstand den Bescheid überreicht und sich bei der Gelegenheit gleich die Baustelle näher angeschaut.

Eine gute Investition

“Das ist gut angelegtes Geld, eine richtige Investition”, sagte Rhein und lobte den Erfolg des Vereins. “Was Sie in den vergangenen Jahren geleistet haben, verdient viel Respekt. Sie tragen eine enorme finanzielle Verantwortung.” Rhein betonte die Präventionsarbeit, die der Sportverein leiste: “Wer hier ist, macht wahrscheinlich keine Probleme.” Der Sport arbeite gesellschaftlichen Fehlentwicklungen am besten entgegen.

Der Kunstrasenplatz soll, inklusive Sicherheitsbereich, eine Größe von 96 mal 64 Metern haben. Er bekommt eine neue Beregnungsanlage und einen neuen Blitzschutz. Die Flutlichter bleiben erhalten, allerdings werden die Leitungen erneuert. Um den Kunstrasen sollen Pflasterwege als Aufstellfläche entstehen. Eine Tribüne wird es nicht geben, dafür Sitzstufen mit Bankreihen. Für den Jugendfußball sollen mobile Tore aufgestellt werden.

Nachdem sich der alte Tennenplatz in einem schlechten Zustand befunden und eine langfristige Nutzung nicht mehr zugelassen hat, verspricht man sich vom Kunstrasen eine Spielstätte, die das gesamte Jahr über bei jedem Wetter nutzbar ist und nicht so viel Pflege benötigt wie Naturrasen. Das neue Feld soll den Trainingsbetrieb entlasten und dabei helfen, die Naturrasenplätze besser zu schonen.

Verein braucht Geld

Ein Teil der Kosten, 215 000 Euro, wird aus städtischen Sportfördermitteln getragen; der Landessportbund Hessen gibt 5200 Euro dazu. Den Rest muss der Verein aus eigenen Kräften aufbringen. Und auch wenn das Ziel noch nicht ganz erreicht ist, sind die Vorstandsmitglieder zufrieden. Im Herbst vergangenen Jahres hat der Verein einen Sponsorenlauf veranstaltet, im Mai dieses Jahres einen zweiten. Zusammen mit Spenden von Vereinsmitgliedern konnten so 50 000 Euro gewonnen werden, etwa die Hälfte stammt von Sponsoren.

“Das ist eine gute Zahl für uns”, sagte Thomas Kimmig, Leiter der Fußballabteilung. Trotzdem fehlt noch ein großer Teil des benötigten Geldes. 60 000 Euro sollen über einen Kredit aufgebracht werden, der Rest muss anderweitig in die Kassen kommen: Über den Verein und seine Abteilungen, über Sponsorenaktionen zur Platzeröffnung oder über den 1. FFC Frankfurt, der auf dem Gelände trainiert. Zudem hofft man auf weitere Mitgliederspenden. Laut Thomas Kimmig will der Verein bis zum Jahresende die Finanzierung geklärt haben.

Der Sportverein Blau-Gelb, der in diesem Jahr seinen 85. Gründungstag gefeiert hat, ist rund 1000 Mitglieder stark, 570 sind in der Fußballabteilung, davon sind 410 Kinder und Jugendliche. In der Saison 2011/12 spielen 27 Teams. Seit Sommer 2009 wird eine Abteilung für Mädchen- und Frauenfußball aufgebaut.

Zur Einweihungsfeier des Kunstrasenfeldes hat sich Boris Rhein bereits angekündigt.leg (leg)

Artikel vom 23. Juli 2011, 03.21 Uhr (letzte Änderung 23. Juli 2011, 05.05 Uhr) aus der FNP
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3 Responses to Boris Rhein hat Geld dabei

  1. Heiko says:

    Super Seite, gefaellt mir.

  2. Good article. Very well written

  3. Ft Financial says:

    It was a very interesting post thanks for writing it!

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